XENOS - Integration und Vielfalt

1. Förderrunde (XENOS I)

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Das Bundesprogramm "XENOS - Integration und Vielfalt" will Demokratiebewusstsein und Toleranz stärken und Fremdenfeindlichkeit und Rassismus abbauen. Dabei geht es vor allem um präventive Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.
XENOS - Integration und Vielfalt ist das Nachfolgeprogramm von "XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt", welches 2007 endete.

Ziel des Programms:

Ziel ist es, arbeitsmarktbezogene Aktivitäten mit Maßnahmen für Toleranz, Demokratie und Vielfalt zu verbinden. Gefördert werden Aktivitäten gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Diskriminierung in arbeitsmarktlichen Handlungsfeldern wie Betrieb, Verwaltung, Ausbildung, Schule und Qualifizierung in Deutschland und in einem europäischen Kontext.
Für die lokalen und regionalen Problemlagen sollen praxisbezogene Lösungsansätze unter Anwendung bereits erprobter und bewährter Konzepte und Methoden entwickelt und gute Projektansätze implementiert werden.

Zielgruppen:

Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene sollen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und bei der Integration in die Gesellschaft nachhaltig unterstützt werden. Erwachsene werden bei der Präventionsarbeit stärker in den Fokus genommen als bisher. Einbezogen wird auch die Zielgruppe der (ehemaligen) Strafgefangenen insbesondere mit dem Ziel der beruflichen Integration bildungsbenachteiligter jugendlicher Straftäter.

Programmschwerpunkte der 1. Förderrunde:

  • Qualifizierung und Weiterbildung in (Berufs-)Schule, Ausbildung und Beruf
  • Grenzübergreifende und transnationale Maßnahmen
  • Betriebliche Maßnahmen und Bildungsarbeit in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen
  • Maßnahmen zur Integration von Migranten und Migrantinnen
  • Aufklärung und Sensibilisierung gegen Rechtsextremismus sowie
  • Förderung von Zivilcourage und Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen in Kommunen und im ländlichen Raum

Fördervolumen:

Das Gesamtvolumen beträgt inklusive nationaler Kofinanzierung rund 350 Mio. EUR.
In der 1. Förderrunde stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales rund 100 Mio. EUR aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und rund 30 Mio. EUR aus eigenen Haushaltsmitteln zur Verfügung.

Laufzeit:

Die Umsetzung von XENOS - Integration und Vielfalt erfolgt in zwei Förderrunden. In der 1. Förderrunde werden seit 01.01.2008 bis Ende 2012 rund 252 Projekte gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt maximal drei Jahre.

Prioritätsachse:

C (Beschäftigung und soziale Integration)

Evaluation:

Das Konsortium Lawaetz-Stiftung Hamburg war von 2009 bis Juni 2012 gemeinsam mit Univation Köln und der Wirtschafts- und Sozialforschung Kerpen beauftragt, das Programm "XENOS - Integration und Vielfalt" zu evaluieren. Aufgabe der Evaluation war es, das Programm hinsichtlich Erfolg, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. Hierfür wurden u.a. XENOS-Projekte befragt, Expertengespräche geführt und Fallstudien erstellt.

Den Abschlußbericht finden Sie > hier.

2. Förderrunde (XENOS II)

Im Januar 2012 starteten 105 Projekte in die 2. Förderrunde des Bundesprogramms "XENOS - Integration und Vielfalt". Der besondere Fokus der 2. Förderrunde liegt darauf, den Zugang von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund zu Ausbildung und Beschäftigung durch den Abbau arbeitsmarktbezogener Diskriminierung zu verbessern. Damit soll die Integration in den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Partizipation und Teilhabe unterstützt sowie die kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft gefördert werden.

Ziel des Programms:

Die 2. Förderrunde von "XENOS - Integration und Vielfalt" wird die grundsätzliche Ausrichtung des Programms weiter verfolgen. Es ist aber eine thematische Konzentration vorgesehen. Die Projektaktivitäten der 2. Förderrunde sind darauf ausgerichtet, gezielt Diskriminierungen entgegen zu wirken, die die Chancengleichheit benachteiligter Gruppen beim Zugang in Ausbildung und Beschäftigung und im Hinblick auf gesellschaftliche Partizipation und Teilhabe beeinträchtigen.

Zielgruppen:

Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene sollen beim Einstieg und der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft nachhaltig unterstützt werden. Erwachsene werden bei der Präventionsarbeit stärker in den Fokus genommen als bisher. Einbezogen ist auch die Zielgruppe der (ehemaligen) Strafgefangenen insbesondere mit dem Ziel der beruflichen Integration bildungsbenachteiligter jugendlicher Straftäter.

Programmschwerpunkte der 2. Förderrunde:

1. Lernort:
Arbeitsweltbezogenes Übergangsmanagement und (interkulturelle) Qualifizierung an den Lernorten der Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendvollzugsanstalten

2. Lernort:
Arbeitsweltbezogenes Übergangsmanagement und (interkulturelle) Qualifizierung an den Lernorten Schule, Berufsschule und außerbetriebliche Einrichtungen.

3. Lernort:
Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung zu Themen kultureller Vielfalt an den Lernorten Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.

4. Lernort:
Sensibilisierung zu Themen kultureller Vielfalt an den Lernorten Städte, ländlicher Raum und europäische Grenzregionen.

Innerhalb eines spezifischen "Lernortes" geht es darum, arbeitsmarktbezogene Handlungskompetenzen (berufliche Qualifizierung, Konfliktfähigkeit, interkulturelle und soziale Kompetenzen) der jeweiligen Zielgruppen zu verbessern und an die Anforderungen der betrieblichen Praxis auszurichten. Zudem sollen die Übergangsprozesse vom schulischen und außerschulischen Bereich in das Ausbildungs- bzw. Beschäftigungssystem der jeweiligen Zielgruppen unterstützt werden.

Gefördert werden deshalb zum einen Projekte, die die Stärkung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit und die Verbesserung sozialer und interkultureller Kompetenzen anstreben. Dazu zählt auch die nachhaltige Unterstützung arbeitsweltbezogener Übergangsprozesse in die Arbeitswelt.

Andererseits tragen die XENOS-Projekte durch interkulturelle Öffnung von Unternehmen und Öffentliche Verwaltungen zur Integration benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft bei. In diesen Kontext sind auch Projekte angesiedelt, die eine Sensibilisierung für Themen kultureller Vielfalt in Städten, im ländlichen Raum und in europäischen Grenzregionen anstreben. Wie bisher richten sich die Projekte mit ihren Aktivitäten an einzelne Personen bestimmter Zielgruppen, an Unternehmen, an Verwaltungen und an die Öffentlichkeit in Städten, im ländlichen Raum und in europäischen Grenzregionen. Darüber hinaus soll der fachliche Austausch zwischen den Projekten intensiviert und begleitet werden.

Fördervolumen:

Für die 2. Förderrunde von 2012 bis 2014 werden 70 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und 30 Mio. Euro aus Haushaltsmitteln des BMAS bereitgestellt.

Laufzeit:

01.01.2012 bis 31.12.2014. Die Projektlaufzeit beträgt maximal drei Jahre. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich.

Prioritätsachse:

C (Beschäftigung und soziale Integration)

Wissenschaftliche Begleitung:

Die 2. XENOS-Förderrunde wird vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) e.V. im Zeitraum von Anfang 2012 bis Ende 2014 wissenschaftlich begleitet.

Transfer und Vernetzung:

Es wurde eine bundesweite Transfer- und Vernetzungsstelle beim XENOS-Projekt XENOS Panorama Bund eingerichtet, die die XENOS-Projekte der 2. Förderrunde in den Bereichen Vernetzung, Dialog, Transfer und Unternehmenskooperation begleitet und unterstützt.

Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Gruppe Europäische Fonds für Beschäftigung
EF2 - Europäischer Sozialfonds: Programmumsetzung, Programmmanagement
Thomas Becker
E-Mail: thomas.becker@bmas.bund.de
Tel.: 0228 99 527-4128